Zum Hauptinhalt wechseln

Häufig gestellte Fragen

Startet die Suche
www.retina-implant.de
Über uns
Für Ärzte
Für Patienten
Medien/Investoren
Glossar
Links
Jobs
Was ist RP?
  

www.retina-implant.de > de > Für Patienten > Häufig gestellte Fragen
Wann haben Sie die Studie begonnen?
Die ersten Patienten wurden im Herbst 2005 operiert.
 
Wie viele Patienten haben Sie im Rahmen der Studie operiert?
Bisher wurden 20 Patienten operiert.
 
Ich bin blind, kann ich ein Netzhautimplantat bekommen?
Wenn Sie an Retinitis Pigmentosa (RP) leiden, prinzipiell ja. Aber es müssen weitere Voraussetzungen erfüllt sein:
 
  • Retinitis Pigmentosa, Chorioideremie oder ausgedehnte Zapfen-Stäbchen-Dystrophie
  • Alter mindestens 18 Jahre und höchstens 78 Jahre
  • Vollständige Blindheit seit weniger als 20 Jahren
  • Mindestens 12 Jahre Seherfahrung

  • Häufig angefragte Krankheiten, bei denen ein Netzhaut-Implantat NICHT helfen kann:
    • Grüner Star/Glaukom/hoher Augendruck
    • Blindheit von Geburt an
    • Durchblutungsstörungen der Netzhaut
    • Blindheit nach Schlaganfall
    • Netzhautveränderungen durch Zuckerkrankheit/Diabetes
    • Sehnervenerkrankungen/Optikusatrophie
    • Altersbedingte Makula-Degeneration (“AMD”); vorerst nicht, höchstens als weites Fernziel
    Was passiert mit dem Auge – kann das Schaden nehmen durch die OP? Welchen Schaden nimmt das Auge?
    Die Implantation oder die Entfernung des Implantats sind keine Eingriffe, die bleibende Schäden hinterlassen. Bislang waren die Operationen unproblematisch.
     
    Ist eine erneute Implantation möglich?
    Es ist möglich und vorstellbar, am gleichen Auge nochmals ein Implantat zu erhalten.
     
    Wieviel kann man mit dem Implantat sehen bzw. was haben die Patienten gesehen?
    Theoretisch ist eine Sehschärfe von 6 Prozent (reicht, um Gesichter zu erkennen) und ein Gesichtsfeld von 12 Grad wegen der technischen Eigenschaften des Chips möglich. Die Patienten bisher haben Lichtquellen wie Fenster und Lampen geortet, auch helle Gegenstände (z.B. Geschirr) auf dunklem Grund. Einige der letzten Patienten können das Implantat nutzen, um sich im Freien zu orientieren.
     
    Werden die Kassen die Kosten übernehmen?
    In Deutschland übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten, es erfolgt dazu vorerst aber jeweils eine Einzelfallprüfung.
     
    Können ausländische Patienten in Deutschland implantiert werden?
    Grundsätzlich ja, sie müssen aber die Kosten selbst übernehmen.
     
    Wird die Implantation nur in Tübingen gemacht?
    Implantationen werden in Deutschland in folgenden Zentren gemacht:
     
    • Universitäts-Augenklinik Tübingen (Prof. Bartz-Schmidt)
    • Universitäts-Augenklinik Hannover (Prof. Framme)
    • Katharinenhospital Stuttgart (Prof.Gekeler)
    • Universitäts-Augenklinik Göttingen (Prof. Hoerauf)
    • Klinikum Friedrichsstadt Dresden (Dr. Sachs)
    • Universitäts-Augenklinik Kiel (Prof. Roider)
    •  
       
    Wie lange dauert die Operation?
    Die Implantation dauert zurzeit noch ca. 7 Stunden, die Explantation ca. 2 Stunden. Mit mehr Erfahrung wird weniger Zeit benötigt werden.
       
    Wo wird der Chip implantiert?
    Je nach dem Zustand der Netzhaut im Zentrum des schärfsten Sehens.
       
    Braucht man eine Vollnarkose?
    Ja.
       
    Kann man sich in Tübingen untersuchen lassen?
    Ja. Patienten mit Retinitis Pigmentosa (RP) wenden sich bitte an Frau Dr. Katarina Stingl.
       
    Wie sollte Alter und körperliche Verfassung der Patienten sein?
    Grundsätzlich zwischen 18 und 78 Jahren und guter körperlicher Allgemeinzustand (kein Bluthochdruck, keine Diabetes, Narkosefähig).
       
    Bestehen körperliche Einschränkungen nach der Implantation?
    Grundsätzlich nicht, außer für starke körperliche Anstrengungen und Extremsportarten.
       
    Traten Entzündungen bzw. Immunreaktionen durch die Implantation auf?
    Die Materialien sind gut biokompatibel, d.h. keinerlei Abstoßungsreaktionen oder Infektionen. Der Chip liegt in einem Bereich der Netzhaut, mit geringer Bereitschaft zu Abstoßungsreaktionen.
       
    Fragen zu den Risiken?
    Fragen zu Risiken werden von Ärzten individuell beantwortet.
       
    Hatten die Patienten Probleme mit dem Implantat?
    In den allerersten Tagen nach der Implantation war das Auge noch geschwollen und gerötet und am ersten Tag traten noch leichte Schmerzen auf, wie es nach einer Netzhautoperation der Fall sein kann. Danach hatten die Patienten keine Probleme mit dem Implantat, insbesondere kein Fremdkörpergefühl.
       
    Ab wann ist der Einsatz eines Implantates ethisch zu rechtfertigen?
    Wenn ein Patient an einer der Zielerkrankungen leidet und nicht mehr selbständig mobil ist und durch ein Implantat gewinnen kann. Voraussetzung ist auch, dass bei der Risiko-Nutzen-Abwägung für den Patienten der Nutzen überwiegt.
       
    Musste das “Sehen” trainiert werden?
    Ja, wir haben festgestellt und eigentlich auch erwartet, dass Lernprozesse notwendig sind, um die Eindrücke des “künstlichen” Sehens zu verarbeiten und zu nutzen. Man muss auch bedenken, dass die operierten Patienten zuvor einige Jahre lang keine verwertbaren, strukturierten Sehwahrnehmungen mehr hatten.
       
    Kann sich die Sehfähigkeit mit dem Implantat wieder verschlechtern?
    Hierzu wird man erst Aussagen machen können, wenn Studien mit längerer Verweildauer des Implantats vorliegen.
       
    Wie gut kann sich ein Patient mit einem Retina-Implant im Raum orientieren?
    Die ersten Studienpatienten waren in der Lage, Lichtquellen wie Fenster oder Lampen zu erkennen und zu orten. Im Freien können größere Objekte lokalisiert werden. Sie empfanden dies als wichtige Voraussetzung der Orientierung.
       
    Die Netzhautprothese ersetzt ja bestenfalls die Netzhautmitte, nicht die Peripherie? Gibt es eine Darstellung des Gesichtsfeldes, das ein derart versorgter Patient bestenfalls nutzen kann?
    Aufgrund der Größe des Chips ist ein Gesichtsfeld von 12 Grad möglich. Dies ist für die Patienten mit Retinitis Pigmentosa und ähnlichen Erkrankungen ein enormer Gewinn, da sie über lange Jahre ihrer Erkrankung mit 5 Grad und weniger zurecht kamen und damit noch gut mobil waren, mit Fernsehlesegeräten lesen konnten usw. Zur Erläuterung: Ein Winkelgrad Gesichtsfeld entspricht etwa der Breite eines Daumens auf Armlängen-Distanz. 12 Grad wären also 12 Daumenbreiten oder die Größe einer CD-Hülle.

    Fragen zum Chip und zur Vermarktung

     
    Ist der Chip im Auge sichtbar von außen?
    Von Aussen ist nur während des Betriebs ein Kabel sichtbar, welches zum Ohr geht.
     
    Chipabmessungen
    1500 Pixel, 3x3 mm² Größe, 12° Sehwinkel
     
    Braucht der Chip eine Stromversorgung?
    Ja. Das menschliche Auge ist empfindlicher als ein Halbleiterchip. Die Stromversorgung ist etwas größer als eine Zigarettenschachtel und leitet die Energie über ein dünnes Kabel zu einer Spule hinterm Ohr.
     
    Braucht man zu diesem Implantat eine Brille mit Kamera?
    Nein. Beim in Tübingen entwickelten subretinalen Netzhautimplantat ist das nicht der Fall. Es kann aber sein, dass eine normale Brille benötigt wird, um die optimale Sehschärfe zu erreichen.
     
    Unterscheidung zum Wettbewerb?
    Bei RI: Chip bewegt sich mit dem Auge (Nicht der ganze Kopf muss bewegt werden) Anzahl Pixel sind deutlich mehr (1500 statt 64) Keine Brille nötig.
     
    Wer hat den Chip entwickelt – die Retina Implant AG alleine?
    Der Chip wurde in Zusammenarbeit mit dem NMI und dem IMS entwickelt. Weitere Unterstützung erhielten wir von den Universitäten Regensburg, Tübingen und Ulm.

     

    Bei weiteren Fragen können Sie sich gerne an uns wenden: info@retina-implant.de